Spendenkonto:

    Beate Rost

    IBAN: DE73 1007 0024 0335 0147 00

    BIC: DEUTDEDBBER

    PayPal: beate.rost@t-online.de

    • w-facebook
    • Facebook Social Icon

    ​Follow us on facebook

    © 2019 by Beate Rost

    Abschied von unserer Prinzessin

    Unsere über alles geliebte "kleine schwarz-weiße Prinzessin" hat uns am 20. März 2013 für immer verlassen. Ihre Sehnsucht ins Regenbogenland aufzubrechen, war stärker als die Kraft, weiterhin gegen ihre schwere Krankheit anzukämpfen.

    Sie wird ihren Platz in unseren Herzen nie verlieren.

    Ich ging ganz langsam aus der Welt heraus
    in eine Landschaft jenseits aller Ferne,
    und was ich war und bin und was ich bleibe
    ging mit mir ohne Ungeduld und Eile
    in ein bisher noch nicht betretenes Land.

    Ich ging ganz langsam aus der Zeit heraus
    in eine Zukunft jenseits aller Sterne,
    und was ich war und bin und immer bleiben werde
    ging mit mir ohne Ungeduld und Eile,
    als wär ich nie gewesen oder kaum.

    Zur Erinnerung an unsere Prinzessin

    (...) Aika hat ihre Menschen gefunden. Und sie hat ihre Freunde gefunden. Freunde, die sie ohne Vorbehalt so lieben wie sie ist.
    Ihr Frauchen hat viele neue Menschen kennengelernt. Menschen, die sie auch gemeinsam mit ihrem Hund mögen. Traurig denkt sie manchmal an diejenigen, die nicht verstehen konnten, welches Geschenk die Liebe eines solch verwundeten Hundes sein kann und die nie wissen werden, was Glück wirklich bedeutet. Schmerzlich denkt sie oft darüber nach, wie verständnislos sogar ihr nahestehende Menschen waren, als sie einem kleinen Leben eine neue Chance geben wollte. Eine Chance, die so viel wertvoller ist, als Freunde, die wohl nie welche waren.
    Aika hat den Ort der Traurigkeit nun seit drei Jahren verlassen. Sie hat es geschafft, ihr früheres Leben zu verdrängen. Sie hat es geschafft, zu lernen, dass man über einen Stock, der im Weg liegt, einfach drüber springen kann. Sie weiß heute, dass eine Mülltonne, die am Wegesrand steht, keine Gefahr darstellt und dass andere Hunde auch gar nicht so tragisch sind. Sie hat gelernt wie man springt und läuft, wie man spielt und dass es das Gefühl der Freude gibt. Sie kennt ihre Sicherheit und vertraut der unantastbaren Gemeinsamkeit mit ihrem Frauchen. Und sie liebt die Sonne, die Wiesen, den Wind.

     

    Oft beobachtet ihr Frauchen sie, wie sie auf der Wiese liegt, ihre Nase hebt und die frische Luft riecht. Wie sie voller Übermut laut bellend eine Runde durch den Garten dreht und wedelnd zurück ins Haus kommt. Manchmal, wenn die beiden auf ihren Spaziergängen so gemeinsam ihres Weges ziehen und Aika ausgiebig damit beschäftigt ist, die zahlreichen Spuren und Gerüche der Wegesränder zu lesen und zu verarbeiten, und ihr Frauchen sich darüber freut, dass Aika all die vielen normalen Verhaltensweisen erlernt hat, stromern ihr ab und zu die Erinnerungen an Vivaldi, an Bruno und an all die anderen schuldlos Verlassenen durch den Kopf. Sie wüsste gern, ob Bruno eine Familie gefunden hat, deren Haus und Grundstück er bewachen kann? Ob er seinen Lebenstraum als Herdenschutzhund verwirklichen konnte? Und wo mochte Vivaldi sein? Dieser verschmuste Riese, ist er glücklich geworden oder wird sein Leid noch immer klagend und herzzerreißend durch die Tore des Tierheimes klingen? In ihren Gedanken geht sie dann wieder durch die Gänge des Tierheimes. Genau wie damals sieht sie noch immer diese kleine zitternde Hündin dort sitzen. Und jedes Mal, wenn sie in diese dunklen, fast schwarzen Augen sieht, die Hoffnung und die Erwartung in ihnen liest, weiß sie, dass sie sich richtig entschieden hat. Für ihre kleine, schwarz-weiße Prinzessin.

     

    (aus dem Buch "Endstation Hoffnung")