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    © 2019 by Beate Rost

    Notizen zum Tierschutz

    Inhalt: 

    Ein Wort vorab

    Kapitel 1:

       Aus meinem Tierschutzalltag

       -Cymes

       -Denn es fühlt wie du den Schmerz

       -Im Namen des Gesetzes

       -Der Plan-Allianz für Opa Joe

     

    Kapitel 2:

       Auslandstierschutz

       -Braucht der Tierschutz Grenzen?

    Kapitel 3:

       Tierversuche

       -Jimmys Weg zum Regenbogen

    Kapitel 4:

       Vom Leben geschrieben

       -Der alte Mann und der Hund

       -Annas Reise

       -Peter und Paul

       -Manchmal kommt es anders

       -Das Versprechen

    Kapitel 5:

       Jagd

       -Im Netzwerk der Jäger

    Kapitel 6:

       Risiko Mensch

       -Tierliebe auf Abwegen

    Wie auch in ihren früheren Büchern überträgt sich die tiefe Liebe der Autorin zu den Tieren unmittelbar auf den Lesenden. Ihr Mitgefühl für die Tiere weht wie ein stiller Wind durch jeden einzelnen Beitrag, leise, sanft und eindringlich.

    Beate Rost, die sich seit nunmehr 30 Jahren dem Tierschutz verschrieben hat, ist es auch in diesem Buch wieder gelungen, den Leser einzufangen, um ihn mitzunehmen, mitten hinein in die Geschehnisse ihres vielfältigen Tierschutzalltags. Spannend von der ersten Seite an, geht die Autorin in einem bunten Spektrum an Erzählungen, Berichten und Darstellungen auf die Schwächen unserer Gesellschaft ein, auf die Gedankenlosigkeit und Ungerechtigkeit gegenüber unseren Tieren, aber auch auf die Hoffnung und das Miteinander. Entstanden aus ihren persönlichen Notizen erzählt sie Geschichten, in denen Entsetzen und Freude sich abwechseln, sich Resignation und Hoffnung miteinander vermischen, in denen traurige von wunderschönen Momenten abgelöst werden, und hin und wieder auch Tränen des Glücks hervorrufen.

     

    Format 14 x 20 cm, Paperback, 208 Seiten, 24 Farbfotos
     

    12,80 € + Versand

     

    Zu bestellen unter: http://www.make-a-book.de

    Leserkommentare:

    „Ein einzigartiger Beitrag gegen die Gleichgültigkeit und Achtlosigkeit vieler Menschen gegenüber unseren Mitgeschöpfen, den Tieren. Ein Appell an alle, unsere Welt mit offenen Augen zu sehen und unser Herz zu öffnen für die uns anvertrauten Tiere.“ (Ingrid Runde)  

    Leseproben "Notizen zum Tierschutz"

    Jimmys Weg zum Regenbogen

    (...) Andreas weiß, dass die nächsten Stunden unerträglich für ihn sein werden. Der Stein in seinem Magen wiegt zentnerschwer. Ausgerechnet ihn hatte man hierher geschickt. Ihn, der vor vielen Jahren zu den unabhängigen Tierrechtsaktivisten gehörte und für den keine Mauer zu hoch war, wenn es darum ging, Tiere aus dem Elend zu befreien. Ausgerechnet ihn musste sein Chef hierher delegieren. In ein Labor für Neurophysiologie. Um einen objektiven Bericht über Versuche an Affen zu schreiben. Als Journalist müsse er das können, hatte sein Chef ihm gesagt, nachdem Andreas ihn gebeten hatte, jemand anderen hierher zu schicken. Als Journalist eines wissenschaftlichen Magazins müsse er in der Lage sein, über jedes Thema objektiv berichten zu können.
    Andreas wird von Walter Sonare, dem Assistenten des Professors, empfangen. Sonare macht keinen Hehl daraus, zu zeigen, was er von der Idee seines Vorgesetzten hält, einem Journalisten Einblick in seine Arbeit zu gewähren. Er spricht nicht viel, nur das Nötigste, und dass seiner Ansicht nach die Öffentlichkeit hier nichts verloren habe.
    „Ich denke, Sie laufen heute einfach hinter mir her!“, sagt er kurz angebunden. „Und wenn Sie etwas wissen wollen, dann fragen Sie einfach! Ansonsten halten Sie sich bitte im Hintergrund. Meine Arbeit erfordert hohe Konzentration.“
    Andreas nickt und zieht den weißen Kittel über, den Sonares Sekretärin ihm reicht. Seine Tasche muss er im Büro lassen. Nur einen weißen Ringblock und einen Stift darf er mitnehmen. Für den Fall, dass einige Anmerkungen für seinen Artikel erforderlich sind. Fotos zu machen, wird ihm strengstens untersagt. Aber seine Kamera ist klein, und niemandem fällt auf, dass er sie am Handgelenk trägt.
    Andreas folgt Sonare. Der Weg führt sie durch einen kargen Gang ins Gehege. „Sie werden verstehen“, sagt Sonare, ohne Andreas dabei eines Blickes zu würdigen, „dass meine Arbeit trotz Ihrer Anwesenheit weitergehen muss. Für ein Kaffeekränzchen habe ich keine Zeit.“
    Andreas antwortet darauf nicht. Der Mann ist ihm unsympathisch, und seine Äußerungen verstärken diesen Eindruck. Er ist nicht freiwillig hier, und bei dem Gedanken, mit diesem Menschen in dieser Umgebung ein Kaffeekränzchen zu halten, wird ihm übel.
    Die Luft ist stickig. Andreas schwitzt. An der Tür zum Gehege gibt Sonare einen Zahlencode ein. Ein heller lang gezogener Ton zerreißt die Stille, und die schwere Metalltür öffnet sich. Der Anblick nimmt Andreas umgehend die Luft zum Atmen. (…)

    Im Netzwerk der Jäger

    Am Waldrand - irgendwo in Hessen - fand eine Frau einen Fuchswelpen. Regungslos lag er im hohen Gras, sein Schädel zertrümmert, seine Hinterläufe gebrochen. Als die Frau ihn leise ansprach, öffnete er seine Augen und schnappte mühsam nach Luft. Eilig zog sie ihre Jacke aus und legte das Fuchskind vorsichtig hinein.
    Auf dem Rückweg zum Auto brüllte ein Jäger hinter ihr her. „Was machen Sie hier? Haben Sie die Absperrung nicht gesehen?“ Sie drehte sich nicht um. Sie wusste, dass sie sich des Wilddiebstahls strafbar machte. Sie kannte das Gesetz. Aber das war ihr egal. In ihrem Arm hielt sie ein kleines Leben. Eines, das gerade erst angefangen hatte, zu leben. Und das man mutwillig zum Krüppel geschlagen hatte.
    Sie saß schon im Auto, als in unmittelbarer Nähe Schüsse fielen. Eine Füchsin schleppte sich mit zerfetztem Hinterlauf über die schmale Feldstraße. Die Frau sah hilflos hinter ihr her. Tränen rannen an ihrer Wange hinunter, und während ihr Weg sie erneut mitten durch die Absperrung führte, schoss ein Jäger warnend in die Luft. Im Rückspiegel konnte sie sehen, dass er wütend hinter ihrem Wagen gestikulierte. Sie ließ sich nicht ablenken. Sie musste diese Richtung einschlagen. So sparte sie wertvolle Zeit. Ein Tierarzt, den sie gut kannte, und den sie telefonisch informiert hatte, wartete bereits auf seinen Patienten. (…)

    Denn es fühlt wie du den Schmerz

    Es war in einer Nacht im Februar, als meine Nachbarin mich mit folgenden Worten aus dem Bett klingelte: „Ein Fuchs liegt draußen auf der Straße! Er liegt einfach da und rührt sich nicht.“
    „Ich komme!“, antwortete ich schlaftrunken, und nur wenige Minuten später lief ich mit offenen Schnürsenkeln und lediglich mit Schlafanzug und Jacke bekleidet durch einen heftigen Schneesturm die Straße hinunter.
    Und da lag er dann, mitten im Schnee, in der Fahrrille des Autos, dessen Fahrer ihn irgendwann im Laufe des Abends angefahren und schwer verletzt liegen gelassen haben musste. Ein paar Meter hinter ihm standen meine Nachbarin und ihre Tochter, die ihn gefunden hatte, als sie wenige Minuten zuvor vom Dienst nach Hause gekommen war.
    Der junge Fuchs war circa neun bis zehn Monate alt. Sein kleiner Brustkorb hob und senkte sich extrem schnell. Sein Kreislauf schien nicht mehr sehr stabil zu sein. Seine Augen waren kaum geöffnet. Gelbbraunes Blut tropfte aus seiner Nase. Ich ahnte, dass ich sein Leben nicht retten konnte. Aber ich sah auch, wie sehr er an seinem Dasein hing. Er versuchte sich immer wieder, mit letzter Kraft aufzurichten. Er zog sich auf die Vorderläufe, wimmerte leise, streckte seinen Hals und stemmte sich hoch. Aber er schaffte es nicht. Er kippte jedes Mal zur Seite und jeder weitere Versuch ließ ihn kraftloser in den tiefen Schnee sinken. Bis er schließlich aufgab und sich seinem Schicksal unterwarf.
    Ich war mir ziemlich sicher, dass sein Rückgrat gebrochen sein musste. Die Tochter meiner Nachbarin fragte traurig, ob es sinnvoll wäre, ihm Futter anzubieten. Es könne doch sein, dass der Winter ihm seine Kraft genommen habe. Ich nickte und antwortete ihr, dass das schon möglich sei, ich aber in diesem Fall nicht daran glaube. Konzentriert dachte ich indes darüber nach, was ich nun tun sollte. Vor mir lag ein junger Fuchs, der im Laufe der Nacht vermutlich auch ohne menschliche Hilfe sterben würde. Aber wie lange durfte ich ihm die Qual und den Schmerz, und die Todesangst, die er ausstand, zumuten? Er lag mitten auf der Straße. Wir mussten verhindern, dass das nächste Auto, das um die Ecke bog, ihn noch einmal überrollte. Ich musste handeln, und zwar schnell, eine andere Möglichkeit blieb nicht. (…)