Weg der Hoffnung

Ich habe nie zuvor von einem so großen Zusammenhalt unter Tierschützern gehört, wie ich ihn in unserer Gemeinschaft erfahren durfte. Seit langer Zeit verbinden uns Werte wie Verlässlichkeit, Beständigkeit, Rückhalt und vor allem Vertrauen. "Suris Stiftung", eine Gemeinschaft, in der sich Fremde zu Freunden zusammenfinden, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen: Hunden zu helfen, die aus dem Netz menschlicher Obhut gefallen sind und allein keine Chance mehr haben, ein würdiges Leben zu führen.

Der Erfolg gibt uns Recht. Wir haben in Almansa gemeinsam etwas verändert. Wir haben gemeinsam etwas Großartiges in dieser spanischen Region geschaffen: den Anfang einer Befreiungsaktion, die vielen angeketteten Hundeseelen den Weg in ein neues und sicheres Leben geebnet hat und zukünftig ebnen wird. Durch unseren unermüdlichen Einsatz ist es uns gelungen, die traurigen Lebensbedingungen vieler Ketten- und Zwingerhunde in diesem Tierheim zu verändern. Nach nur 5 Monaten durften wir bereits die wunderbare Erfahrung machen, dass wir es geschafft hatten, aus einem Ort der Einsamkeit einen Ort der Hoffnung zu machen. Es gibt heute in Almansa keinen einzigen Kettenhund mehr und über 50% aller Hunde wurden bereits durch „Suris Stiftung“ kastriert, sodass die Kettenhaltung überflüssig geworden ist. Die Hunde leben jetzt in gemischten Rudeln in den vorhandenen Zwingern.

Sehr viele Hunde wurden auch von Familien aus Deutschland, Österreich oder Holland adoptiert. So entstanden im Tierheim Platzkapazitäten, die ebenfalls dazu beitrugen, die noch unkastrierten Hunde besser zu verteilen und somit von den Ketten befreien zu können. Durch die Unterstützung einiger spanischer ehrenamtlicher Helfer/-innen konnte ein flächendeckender Sonnenschutz vor allem über den kleinen Zwingern angebracht werden, sodass die Hunde auch dort endlich eine Chance haben, der flirrenden Hitze entkommen zu können.

Zusätzliches Futter, Leinen und Hartschalen als neue Liegeplätze wurden im letzten Sommer auf der Rückfahrt nach Südspanien vom Perro Express mitgenommen.

So unglaublich es klingt, aber wir haben durch unseren Einsatz in Almansa sogar das Interesse eines lokalen spanischen Fernsehsenders wecken können. Sie kamen Ende Juni mit Kameras, Scheinwerfern und Mikrofon, um das Projekt und das Tierheim in einem sehr informativen, 12-minütigen Beitrag vorzustellen und nachhaltige Werbung für den Tierschutz zu machen. Der Filmbericht wurde im spanischen Fernsehen ausgestrahlt. Wir können stolz darauf sein, dass es uns gelungen ist, nicht nur praktische Hilfe vor Ort zu realisieren, sondern auch einen Beitrag geleistet zu haben, durch positive Ergebnisse den Tierschutz regional einem großen Zuschauerkreis als Erfolgsmodell vorzustellen.

Filmbericht Tierheim Almansa

Im Interview "Mercedes Cuenca", die Tierärztin, mit der "Suris Stiftung" in Almansa zusammen arbeitet.

Wenn Sie den gesamten Filmbeitrag anschauen möchten, schreiben Sie mir. Gern schicke ich Ihnen das Video via Cloud-Mail zu.

Da die Nächte in Almansa im Winter sehr kalt werden können und die Hunde bisher auf blankem Beton lagen, waren wir sehr dankbar über die Spende einer großen Anzahl von wärmeisolierenden Turnmatten, die ebenfalls der Perro Express von Deutschland nach Spanien transportiert hat.

Das alles, liebe Freunde von „Suris Stiftung“ wäre ohne Ihre Unterstützung nicht möglich gewesen. Allein die Anzahl der Operationen der Tumorerkrankungen sprengten mittlerweile jeglichen finanziellen Rahmen. Hinzu kamen die vielen Kastrationen und Impfungen. Es war über einen langen Zeitraum fast unmöglich, ordentlich zu planen. Täglich kamen neue traurige Überraschungen und weitere Notfälle hinzu. Mittlerweile aber haben wir trotz aller Traurigkeit auch einen Grund zur Freude: Denn wir haben vieles zum Positiven verändert. Natürlich wird es auch in Zukunft kein Ausruhen geben. Woche um Woche sammelt die Guardia Civil bis zu 5 Hunden auf den Straßen ein und gibt sie im Tierheim von Almansa ab. Sie alle müssen umgehend medizinisch versorgt werden. Nur so gehen wir der Gefahr aus dem Weg, dass man vor Ort wieder in das alte „Ketten-Schema“ fällt.

Ich werde also weiterhin Abend für Abend mit den Bildern der abgemagerten und kranken Hunde aus der Provinz Albacete einschlafen und jeden Morgen mit der belastenden „Angst vor dem Aus“ aufwachen. Ich werde weiterhin täglich vor alten Problemen, vor längst bekannten Sorgen und scheinbar unlösbaren Aufgaben stehen. Und ich werde weiterhin mit der täglichen Flut emotionaler Belastungen zurechtkommen müssen.

Aber solange ich auf Sie zählen kann, werde ich mich diesen Herausforderungen stellen und für unsere „Herzenshunde von Almansa“ kämpfen.

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