Der Podenco

DER PODENCO – meine heimliche große Liebe - ursprünglich und eigenständig in seinem Verhalten. Sanft und sensibel. Unabhängig und niemals ergeben. Blinder Gehorsam ist nicht sein Thema. Dazu ist er viel zu intelligent. Erobert man aber sein Herz, schließt er sich seinem Menschen an und wird ihm gerne folgen.

In Spanien wird das traurige Leben der Podencos geprägt durch Entbehrung, Einsamkeit und Leiden. Und das nicht zuletzt deshalb, weil ein Großteil der Politiker das Recht für die Tiere beugt und die Lobby derer stärkt, die Tiere für den eigenen Profit ausbeuten.

Das Leid der Podencos beginnt in ihrer Heimat schon mit der Geburt. Sie werden in Massen gezüchtet, oft in schmutzigen Verschlägen. Ihr späterer Wert definiert sich nur über ihre Leistung. Wer nichts leistet, ist unnütz und wird aussortiert. Geschwindigkeit, Ausdauer, Passion, das sind die Werte, die für den Podenquero, den spanischen Jäger, zählen. Für ihn ist der Podenco nichts weiter als das Instrument seines blutigen Zeitvertreibs. Hunde, die ihr drittes oder viertes Lebensjahr überschritten haben, haben in jedem Fall ausgedient. Naturgegeben lässt ihre Leistung dann nach. Jüngere sind jetzt schneller, schlagen bessere Haken, überholen ihre Gegner auf gerader Strecke. Im besten Fall lässt der Podenquero seine „wertlos“ gewordenen Hunde irgendwo im Niemandsland zurück. Fühlt er sich allerdings in seiner Ehre verletzt, weil sein Hund versagt und die gewünschte Leistung nicht erbracht hat, zahlt er es ihm heim. Der Perversität des Jägers ist dabei keine Grenze gesetzt.

Vor dem unfassbaren Hintergrund, dass Hunde erschlagen, erhängt, lebendig in Brunnenschächte geworfen oder in Bäumen erhängt werden, erscheint einem das Abliefern seiner „unbrauchbar“ gewordenen Podencos in einem Tierheim nahezu als der fortschrittlichere Weg. Aber auch dort geht das stille Leiden weiter, denn eine Chance auf Vermittlung im eigenen Land haben sie nicht.

Außerhalb der Jagdsaison werden Podencos oft an Ketten, in Schuppen, Kellern und Verschlägen gehalten, wo sie nur minimal versorgt werden. Viele überleben die Monate von Februar bis September nicht. Sie sterben an Unterernährung und Krankheiten.

Wenige Wochen vor Beginn der neuen Saison im Oktober beginnt man mit der „Selektion“. Man testet, welche Hunde noch kräftig genug sind und für die Jagd taugen und welche keinen Nutzen mehr bringen. Ausgemusterte Hündinnen werden oft für die Nachzucht “verwendet”. Nicht selten fristen sie ihr Dasein angekettet an Mauern ohne Schutz vor der gleißenden Sonne oder der bitteren Kälte.

Viele der ausgesetzten oder zurückgelassenen „jagduntauglichen“ Podencos werden auf den Landstraßen angefahren oder sogar tödlich verletzt. Sie sterben namenlos und einsam.

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